Canva without aufbruch link.png

Freiluftkino in der

Synagoge Fraenkelufer

Diesen Sommer freuen wir uns auf eine besondere Premiere am Fraenkelufer. Ab dem 5. August laden wir donnerstags an fünf Abenden zum Freiluftkino im Garten der Synagoge ein. Die Filme thematisieren zeitgenössisches jüdisches Leben in Deutschland in all seiner Vielfalt und die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Im Anschluss an die Filme gibt es Gespräche mit den Filmemacher/innen, Schauspieler/innen oder Expert/innen.

 

Die Kinoreihe organisieren wir gemeinsam mit Jewish Moving Pictures e.V. und unterstützt vom Verein “1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland” sowie von der Jüdischen Gemeinde zu Berlin.

Film Reel_edited.jpg

FilmprogramEinlass 20:00 - Begrüßung & Filmstart ab 20:30

5. August - Junge jüdische Stimmen aus deutschen Filmhochschulen 

Wir eröffnen die Filmreihe mit drei Kurzfilmen, die in den letzten Jahren an deutschen Filmhochschulen entstanden sind. Wir freuen uns, die RegisseurInnen aller drei Filme bei der Eröffnungsveranstaltung begrüßen zu dürfen. Sie werden über die Filme erzählen und Fragen aus dem Publikum beantworten. Moderiert wird der Abend von der Kreativdirektorin der Filmreihe am Fraenkelufer, Dr. Lihi Nagler. Alle Filme werden im Originalton mit Untertiteln gezeigt.


Film 1: Masel Tov Cocktail (Dir. Arkadij Khaet, Filmakademie Baden-Württemberg, 30 min, 2020, Original Sprache: Deutsch/Russisch Untertitel: Englisch) Dima, 16, ist Sohn russischer Einwanderer, Schüler am Gymnasium und er ist Jude. Das wäre nicht der Rede wert, wenn nicht alle ständig darüber reden würden. Vom naiven Philosemitismus, über Ignoranz, Zionismus bis zum Antisemitismus erlebt Dima wie im Zeitraffer, was in Deutschland zum Judentum gedacht und laut oder leise gesagt wird. (Quelle: ARD/DAS ERSTE)


Film 2: Trauerweiden (Dir. Natalia Sinelnikova, Filmuniversität Babelsberg, 24 min, 2017, Original Sprache: Deutsch/Russisch / Untertitel: EnglischEin Therapeut verstirbt unter mysteriösen Umständen. Keiner weiß wie und warum. Auf der russisch-jüdischen Trauerfeier versammeln sich seine Tochter, seine Angehörigen und ehemalige Patienten, um den Verlust gemeinsam zu verarbeiten. Jedoch scheint keiner den Verstorbenen gut gekannt zu haben. Immer mehr stellt sich die Frage, um wen die Gäste eigentlich trauern: Um den Toten, um die verlorene Heimat oder einfach um sich selbst? (Quelle: Filmuniversität Babelsberg)


Film 3: Wir sind wieder da (Dir. Shirel Peleg, Filmakademie Baden-Württemberg, 7:45 min, 2016, Original Sprache Deutsch/ Hebräisch Untertitel: Englisch) Die neue Generation muss mit der Vergangenheit der alten und aussterbenden Generation umzugehen lernen, während sie versucht voranzuschreiten. “Wir Sind Wieder Da” erzählt einen Moment aus dem Leben einer neuen Generation von Jüdinnen und Juden im jetzigen Deutschland. (Quelle: Filmakademie Baden-Württemberg und Crew United)

12. August -

Juden in der DDR im Rückblick

Swimmingpool am Golan

(Dir. Esther Zimmering, Deutschland, 88 min, 2018)

Original Sprache: Deutsch/Hebräisch/Englisch   Untertitel: Englisch

 

Publikumsgespräch mit:


Esther Zimmering, Regisseurin


Dr. Klaus Zimmering

 

Dr. Philipp Stiasny, Jewish Moving Pictures e.V.


Die Lebenswege der jüdisch-deutschen Familie Zimmering, deren Mitglieder an der Gründung zweier Staaten, der DDR und Israels, entscheidend mitgewirkt haben. Lizzi entkam 1939 knapp dem Holocaust. In England begegnete sie dem FDJ-Mitbegründer Josef Zimmering und heiratete ihn. 1945 kehrten sie zurück nach Ostdeutschland, in die Sowjetische Besatzungszone, und bauten dort die DDR zusammen auf. Im Gegensatz zu Lizzi gelang ihrer Cousine Lore die Flucht nach Palästina. Dort heiratete sie den Zionisten Max Zimels, der als Gesandter für die Jewish Agency in Berlin noch Tausende von Juden nach Palästina retten konnte. Sie waren Mitbegründer Israels und lebten im Kibbuz Kfar Szold, nahe dem Golan. Die Filmemacherin Esther Zimmering begibt sich in Berlin und


Israel auf die Suche nach den großen Ideen, denen ihre Vorfahren gefolgt sind, und stößt auf unterschwellige Konflikte und Geheimnisse. Sowohl auf israelischer als auch auf ostdeutscher Seite tauchen merkwürdige und politisch brisante Lücken in den Legenden der Familie auf, für die sich Esther immer intensiver interessiert. (Quelle: Esther Zimmering und Paul Zischler)

Im Anschluss gibt es ein Publikumsgespräch mit der Regisseurin Esther Zimmering und ihrem Vater Klaus Zimmering.
 

 

"Das Unwort"

(Dir. Leo Kashin, Deutschland, 89 min, 2020)

Original Sprache: Deutsch  Untertitel: Englisch

Publikumsgespräch mit:

Marina Chernivsky, Leiterin „Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment“ der ZWST, Geschäftsführerin Ofek e.V. 

Leo Khasin, Regisseur

Tanja Berg, Vorstandsmitglied Jüdisches Zentrum 
Synagoge Fraenkelufer e.V.

Krisengespräch am Berliner Westend-Gymnasium: Max, 15 Jahre, hat seinem Mitschüler Karim das Ohrläppchen abgebissen und einem anderen, Reza, die Nase gebrochen. Nun droht Max der Schulverweis.

Wie sich bald herausstellt, hat der Vorfall eine Vorgeschichte: Als die Klassenlehrerin einige Zeit zuvor Das Tagebuch der Anne Frank im Unterricht behandeln möchte, erzählt Max von seiner jüdischen Herkunft und wird damit zur Zielscheibe eines monatelangen Mobbings durch seine Mitschüler.

Während die Klassenlehrerin mit der Situation überfordert ist, versucht die Schulleitung aus Angst um den Ruf der Schule, das Problem herunterzuspielen. "Zu ihrem eigenen Schutz" sollen Max und andere jüdische Kinder ab sofort während der großen Pause im Klassenzimmer bleiben. Die Eskalation ist programmiert, auf der Schulkonferenz kommt es vollends zum Eklat. Was ist der richtige Umgang mit der Situation?Ein Film über alltägliche Gewalt, über Vorurteile, Ausgrenzung und die Herausforderung, damit umzugehen. (Quelle: ZDF)

Im Anschluss gibt es ein Publikumsgespräch über den Film und Antisemitismus in deutschen Schulen mit Marina Chernivsky, Leiterin des Kompetenzzentrums und Geschäftsführerin von OFEK e.V., mit dem Regisseur und mit Tanja Berg, Vorstand Jüdisches Zentrum Synagoge Fraenkelufer e.V.

26. August–

Die dritte

Generation

 

"Displaced"

(Dir. Sharon Ryba-Kahn, Deutschland, 90 min, 2020)

Original Sprache: Deutsch/Jiddisch/Englisch   Untertitel: Englisch

Publikumsgespräch mit:

Sharon Ryba-Kahn, Regisseurin

 

Nirit Bialer, Vorstand Jüdisches Zentrum Synagoge Fraenkelufer e.V

und Habait e.V

Sharon ist zwar in Deutschland geboren, sie ist aber keine Deutsche. Das ist auch gut so, denn in ihren Augen ist Geschichte eben nichts, was der Vergangenheit angehört. Sharon ist Jüdin und Angehörige der 3. Generation von Überlebenden der Shoah oder - wie es oft genannt wird - des Holocaust. Als sich ihr Vater nach sieben Jahren Funkstille ganz plötzlich wieder bei ihr meldet, nimmt sie das zum Anlass, die väterliche Familiengeschichte zu rekonstruieren, um mehr über ihn und seine Eltern zu erfahren. Dabei schweift ihr Blick immer wieder auf ihr direktes Umfeld, die nicht-jüdische Mehrheitsgesellschaft in Deutschland und die Frage, wie sie mit der gemeinsamen Vergangenheit umgehen. (Quelle: Tondowski Films)

Im Anschluss gibt es ein Publikumsgespräch mit der Regisseurin und Nirit Bialer Vorstand Jüdisches Zentrum Synagoge Fraenkelufer e.V und Habait e.V

2021JLID_hoch_cmyk.jpg

 

"Anderswo"

(Dir. Ester Amrami, Deutschland, 87 min, 2014)

Original Sprache: Deutsch/Hebräisch    Untertitel: Englisch

Publikumsgespräch mit:

Momme Peters, Drehbuchautor

Tal Alon, SPITZ Magazin, und Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum

2. September– Interkulturelle Liebe

Du hast Dein Zuhause verlassen und bist in die Ferne gezogen. Du hast einen frischen Wind gespürt und bist mit Dir selbst fremdgegangen. Du hast Dich neu erfunden und jetzt fühlst Du Dich frei. Doch plötzlich drückt was in Dir. Eine kleine Sehnsucht zuerst und dann wächst ein Loch. Das Gefühl ist ganz klar, aber beschreiben kannst Du es nicht. Dir fehlen die Worte. Du fährst zurück an den Ort, wo alles begann. Du bist wieder Zuhause. Und Du beginnst Dich zu fragen: Ist das Loch schon ein Teil von mir? (Quelle: Film Universität Babelsberg)

Logo JGzB.jpg
JMP.jpeg
Artboard 16 copy 49.png

19. August– Antisemitismus

auf dem Schulhof