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WIEDERAUFBAU DER SYNAGOGE AM FRAENKELUFER

Der SPD Fraktionsvorsitzende Raed Saleh setzt sich seit Herbst vergangenen Jahres für einen Wiederaufbau der Synagoge am Fraenkelufer in Kreuzberg ein. Das jüdische Gotteshaus war während der Pogrome am 9. November 1938 schwer beschädigt worden. Nach einem Abriss in den 50er-Jahren steht dort nur noch der Seitenflügel. Jetzt nehmen die Pläne für eine neue Synagoge konkrete Formen an

KURATORIUM FÜR SYNAGOGEN-WIEDERAUFBAU STEHT

Vor gut zwei Monaten präsentierte der SPD Fraktionsvorsitzende Raed Saleh erste Entwürfe, wie der Neubau der Synagoge am Fraenkelufer in Kreuzberg aussehen könnte. Das jüdische Gotteshaus war während der Pogrome am 9. November 1938 schwer beschädigt worden. Nach einem Abriss in den 50er-Jahren steht dort nur noch der Seitenflügel. Am Dienstag lud Raed Saleh in sein Büro im Abgeordnetenhaus ein, um die Zusammensetzung des Kuratoriums zu verkünden, das noch in diesem Jahr erste Schritte zur Realisierung des Wiederaufbaus unternehmen soll. Auf der Liste finden sich Persönlichkeiten wie Friede Springer, der Regierende Bürgermeister Michael Müller oder Ole von Beust und Gregor Gysi.

GEPLANTER WIEDERAUFBAU EINER SYNAGOGE

Am Kreuzberger Fraenkelufer stand einst eine der größten Synagogen Berlins mit Platz für rund 2000 Beterinnen und Beter. In der Pogromnacht 1938 haben die Nazis das Hauptgebäude angezündet. Nach dem Krieg wurde es abgerissen. Nun könnte es tatsächlich wieder entstehen. Die Initiative dafür kam aus der Politik. Junge engagierte Gemeindemitglieder suchen nun einen Weg, die voraussichtlich 20 bis 30 Millionen Euro für den Wiederaufbau einzusammeln.